Die Seeforelle „Beitrag Belper März 2017“

Die Seeforelle. bb.

Es ist schön, dass wenn man im Kanton Bern das Fischereipatent löst, sämtliche Kantonsgewässer befischen darf. In anderen Kantonen müssen die einzelnen Gewässer separat gelöst werden. Deswegen müssen wir „Gürbetaler-Fischer“ nicht auf den 16. März warten, bis die Bachforelleneröffnung ist. Ab dem 1. Februar dürfen wir die Seeforelle in unseren drei grossen Seen befischen. Die Anspannung zuvor ist immer sehr gross und man mahlt sich aus, wie gross der erste Fisch wohl sein wird. So nahmen wir auch dieses Jahr am Mittwoch, 1. Februar Urlaub, um auf dem See zu angeln. Bevor es hell wurde, haben wir bereits unser Fischerboot parat gemacht. Wir waren froh, dass der Motor nach einer langen Standzeit sofort ansprang. So fuhren wir ca. um 07.30 Uhr raus auf den Thunersee. Nach einer weiteren halben Stunde hatten wir alle unsere Fanggeräte im Wasser. Auf dem Boot dürfen pro Angler sechs Anbiss-Stellen montiert werden. Damit wir nicht erfroren sind, haben wir heissen Tee mitgenommen. Wie viele Angler wissen und schon bemerkt haben, sind die Seeforellen „Zicken“ zum fangen. Das bekamen wir an diesem Tag auch zu spüren und so gingen wir nach sieben Stunden erfolglosem schleppen enttäuscht nach Hause. Weil das Wetter am Samstag darauf zu schlecht war, um mit dem Boot rauszugehen, gingen wir an den Brienzersee, um dort vom Ufer aus zu angeln. Die Seeforelle ist der Fisch der 1000 Würfe. Das heisst, dass man bei jedem 1000 Wurf einen Fischkontakt hat. Nach gefühlten 2000 Würfen war es dann so weit: Endlich zog ein gewaltiger Fisch an der anderen Seite der Rute entgegen. Da ich einen Schonhaken ohne Widerhaken montiert habe, verlor ich den Kontakt zum Fisch nach einer Weile. Der Ärger war noch nach zwei Stunden zu spüren. So gingen wir auch am zweiten Tag ohne Fisch nach Hause. Die Forellen sind dieses Jahr wirklich sehr schwer zu fangen. Nach einem weiteren Tag schleppen und einem Tag werfen vom Ufer aus haben wir bis heute noch keinen Fisch gefangen. Nun haben wir noch einen Monat Zeit, um der Seeforelle nachzustellen. Ich hoffe, es wird noch klappen. Danach geht es dann an der Gürbe weiter. Die Bachforelle verliert dann ihre Schonzeit. Vielleicht haben wir da mehr Erfolg, weil wir das Gewässer besser kennen. Ich wünsche allen Anglern ein kräftiges Petri-Heil und hoffe, dass ihr unseren Fischen und der Natur mit Respekt begegnet.

 

2017-08-01T08:38:14+00:00
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